CfP: „Rule and Resistance in a Globalized World“

Für unsere Konferenz zu „Herrschaft und Widerstand in einer globalisierten Welt“ (2.-4. März 2017) suchen wir derzeit Beiträge, die sich dem Zusammenhang von Widerstand und Herrschaft in Zeiten der Transnationalisierung widmen.

Den vollständigen Call finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihre Abstracts (Deadline ist der 1. Juni 2016).

 

 

Veranstaltungen zu Entwicklung und Protest

Banking for developmentIn der ersten Maiwoche veranstaltet die Professur für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen in Kooperation mit dem Asienhaus, Urgewald und dem Institut für Protest und Bewegungsforschung (IPB) drei Events am Rande des jährlichen Meetings der Asian Development Bank (ADB), die dieses Jahr in Frankfurt tagt.

Am Dienstag, den 03.05. findet um 17.00 Uhr eine Vorlesung von Aram Ziai (Kassel) statt. Er spricht zum Thema „Can the subaltern file claims? The World Bank Inspection Panel from a postcolonial perspective“.

Am selben Abend um 19.00 Uhr berichten Titi Soentoro (AKSI, Indonesia), Rayyan Hassan (NGO Forum on ADB, Philippines) und Chris Lang (REDDMonitor/Asienhaus) von den Auswirkungen großer ADB-Projekte in den Bereichen Gender, Rechte und Umwelt.

Am Freitag, den 06.05. findet ganztägig ein Workshop des Arbeitskreises „Bewegungen und Institutionen“ des IPB statt. Thema ist die Interaktion sozialer Bewegungen mit internationalen Organisationen. Für diesen Workshop bitten wir um Anmeldung unter anderl@soz.uni-frankfurt.de.

Working Paper 1/2016 erschienen

Priska Daphi und Felix Anderl stellen in Working Paper 1/2016 „Radicalization and deradicalization in transnational social movements: a relative and multi-level model of repertoire change“ ein neues Modell zur Untersuchung von Repertoirewandel in transnationalen sozialen Bewegungen vor:

cover daphi anderl 2106Obwohl Repertoires ein zentrales Konzept in der Protest- und Bewegungsforschung darstellen, ist wenig bekannt über Repertoirewechsel. Wann ändern Aktivistinnen und Aktivisten ihre Taktik? Warum setzen sich manche Innovationen durch und andere nicht? Dieser konzeptionelle Aufsatz schlägt ein relatives Mehrebenenmodell zur Analyse von Repertoirewechseln vor, der Defizite in der gegenwärtigen Forschung zu Radikalisierung und Protestrepertoires aufgreift. Mit einem Fokus auf transnationale soziale Bewegungen schlagen wir zum einen vor, Radikalisierung und Deradikalisierung als Prozesse der Veränderung zu definieren, die sich relativ zum existierenden Repertoire konstituieren und nicht notwendigerweise Gewalt beinhalten müssen. Zum anderen argumentieren wir anhand von Beispielen aus der globalisierungskritischen Bewegung, dass dieser Prozess zentral geprägt ist vom Zusammenspiel verschiedener Faktoren auf lokaler, nationaler und transnationaler Ebene. Radikalisierungs- und Deradikalisierungsprozesse hängen von der Kombination von Faktoren wie Gelegenheitsstrukturen, Protestzyklen, relationalen Dynamiken und politischem Lernen auf diesen drei Ebenen ab.

Download hier.

CfP „Ergebnisse und Perspektiven der Terrorismusforschung“

Am 13. und 14. Oktober 2016 veranstaltet Christopher Daase gemeinsam mit Carolin Görzig (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung) einen Workshop zur Frage

„Ist der neue Terrorismus von gestern? Ergebnisse und Perspektiven der Terrorismusforschung in Deutschland.“

Hierzu rufen beide zum Einreichen von Beiträgen auf bis zum 31. März 2016. Weitere Details finden Sie im vollständigen Call for Papers hier.

Ort: Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle, 13. und 14. Oktober 2016.

 

1. Februar: Globaler Dschihadismus in der Vortragsreihe

Assaf Moghdam, International Institute for Counter-Terrorism (ICT) Interdisciplinary Center (IDC) Herzliya, Israel), trägt am 1. Februar um 16 Uhr im Seminarpavillon (SP 2.04) zum Thema „Verhängnisvolle Affären: Globaler Dschihadismus und die Entwicklung terroristischer Kooperation“ vor.

Mit diesem Vortrag, einem Nachholtermin für den im November entfallenen Vortrag, wird die Reihe „Protest - Widerstand - Aufstand. Streit um politische Ordnungen“, organisiert von Christopher Daase und Nicole Deitelhoff, fortgesetzt. Veranstalter ist der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“.

 

Neues DFG-Netzwerk „Visualität und Weltpolitik“

Die DFG fördert ein neues wissenschaftliches Netzwerk zu „Visualität und Weltpolitik“, unter Beteiligung von Lisa Bogerts, assoziierte Forscherin am Projektzusammenhang „Internationale Dissidenz.“Jeden Tag erreichen uns Bilder, Fotos und Videos über Kriege, Konflikte und Krisenherde, die unsere Vorstellung und unser (vermeintliches) Wissen über „Weltpolitik“ prägen und strukturieren. Die sprichwörtliche „Macht der Bilder“ und die Bedeutung von „Visualität“ sind unter den Bedingungen moderner, globalisierter Kommunikation unzweifelhaft gestiegen. Die Flut an visuellen Daten stellt die Politikwissenschaft allgemein und insbesondere die Disziplin der Internationalen Beziehungen vor grundlegende theoretische, methodologische und forschungspraktische Herausforderungen, die im Rahmen des von der DFG geförderten Netzwerks „Visualität und Weltpolitik“ bearbeitet werden sollen.
Dr. Gabi Schlag (Universität Bremen / Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) und Dr. Axel Heck (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) koordinieren dieses wissenschaftliche Netzwerk, dem insgesamt 12 Forscherinnen und Forscher in Deutschland und den Niederlanden sowie weitere internationale Kooperationspartner angehören. Das Ziel des Netzwerks besteht in der Erarbeitung eines Kompendiums, das die theoretisch reflektierte und methodisch angeleitete Analyse visueller Daten und Artefakte im Bereich der internationalen Beziehungen umfasst. Im Rahmen von Workshops wird ein multidisziplinärer Diskussionskontext über den Zusammenhang von „Visualität“ und „Weltpolitik“ geschaffen, um unterschiedliche theoretische und methodologische Perspektiven sowie Forschungspraktiken zu beleuchten. Die Projektlaufzeit beträgt 2 Jahre.

 
Kontakt:
Dr. Axel Heck
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
axel.heck@politik.uni-freiburg.de

Dr. Gabi Schlag
Universität Bremen / Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
gschlag@uni-bremen.de, gabi.schlag@ovgu.de

Stellenausschreibung „Protest und Erinnerung“

An der Professur für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen (Prof. Deitelhoff) der Goethe-Universität Frankfurt am Main ist derzeit eine Stelle (60%, befristet auf 2 Jahre) ausgeschrieben für das Teilprojekt „Protest und Erinnerung: Zum Bezug gegenwärtiger Proteste auf die ‚langen 1960er Jahre‘ in Ost- und Westdeutschland“ des internationalen Kooperationsprojektes „Living together with difficult memories and diverse identities“ (LIVINGMEMORIES, ERA-NET RUS Plus Projekt).

Bewerbungsfrist ist der 18.11.2015. Weitere Informationen erhalten Sie in der vollständigen Ausschreibung.

Vortragsreihe Protest - Aufstand - Widerstand

Protest Aufstand WiderstandIm Wintersemester geht die von Nicole Deitelhoff und Christopher Daase organisierte Vortragsreihe „Protest - Aufstand - Widerstand. Streit um politische Ordnungen“  an der Goethe-Universität Frankfurt/ dem Exzellenzcluster Normative Ordnungen in eine neue Runde. Wie bereits in den vergangenen Semestern erwarten uns spannende Vorträge renommierter Wissenschaftler_innen und Expert_innen zu aktuellen Themen:

Am  9. November wird Assaf Moghadam (International Institute for Counter-Terrorism) zum globalem Dschihadismus und terroristischer Kooperation sprechen, am 30. November Jane Mansbridge (Harvard) ihre Thesen zu die Grenzen von Widerstand und der Notwendigkeit von Zwang zur Diskussion stellen, und am 7. Dezember trägt Robin Celikates (Amsterdam) zur irregulärer Migration als politischer Praxis des Ungehorsam vor.

Die öffentlichen Veranstaltungen finden stets Montags um 16 Uhr c.t. in Raum SH 5.101 des Seminarhaus auf dem IG-Farben-Campus im Westend statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns darauf, die regen Diskussionen der vergangenen Semester mit Ihnen fortzusetzen!

International Dissidence at the EISA in Giardini Naxos

© EISA 2015

At the 9th Pan-European Conference on International Relations: The Worlds of Violence, organized by the European International Studies Association (EISA) in cooperation with the University of Catania, taking place from Wednesday 23 to Saturday 26 September 2022 in Giardini Naxos, Sicily, many members of the „International Dissidence“ research group will present insights into their ongoing research.

Nicole Deitelhoff, leader of the project on Protest in the Alter-Globalisation Movement and co-leader of the project on Transnationalisation of Rule and Resistance, and Donatella Della Porta of the EUI/ SNS Florence have organized and are chairs of Section S35: Political Violence and Resistance. The section brings together contributions from Political Sociology, History and International Relations to discuss the meaning, causes and consequences of political violence and resistance.

On Thursday afternoon, Janusz Biene, Daniel Kaiser and Holger Marcks (of the project on Transnational Escalation) will present the paper „Brothers in Arms: Transnational Dynamics of Violent Dissidence“ on a panel on Transnational Dynamics of Political Violence and Resistance chaired by Donatella Della Porta that also includes  presentations by Eric Sangar, Maeva Clement, Thomas Lindemann, Jeffrey Checkel and Holger Osterrieder (TC35, Thursday, 2:30pm, Affreschi, ATA Hotel).

On Friday morning, Christopher Daase, leader of the project Transnational Escalation and co-leader of the project on  the Transnationalisation of Rule and Resistance, will be chairing and discussing a panel on „Law, the State, and Resistance“ featuring presentations by Eva Dingel, Marie-Louise Glebbeek, Denise Vitale and Dirk A. Kruijt and Kees C. Koonings (FB 35, Friday, 11:15am, Stromboli, ATA Hotel).

On Friday afternoon, Ben Kamis, (project on the Transnationalisation of Rule and Resistance), will present a paper titled „Law between the Keyboard and the Sword: an analysis of the reification of violence in European Cyberlaw“ on the panel Epistemologies of Violence and the Force of Law chaired by Robert James Knox and including presentations by Susanne Krasmann, Christine Hentschel, Marieke de Goede, and Philip Liste (FD 28, Friday, 4:45pm, Stampa A/B, ATA Hotel).

Also on Friday afternoon, Nicole Deitelhoff will chair and discuss a panel on „Violence and Mobilization“ with papers by Francis Patrick O’Connor, Juan Masullo Jimenez, Oscar Berglund, Enzo Nussio, Juan E. Ugarriza and Corinna Jentzsch (FD35, Friday, 4:45pm, Affreschi, ATA Hotel).

On Saturday morning, Priska Daphi, researcher in the project on Protest in the Alter-Globalisation Movement, will chair and discuss a panel on „Repression and Protest“ with presentations by Ali Bilgic, Esin İleri, Nezihe Başak Ergin, and Jenny Louise Barrett (SA 35, Saturday, 9:00am, Affreschi, ATA Hotel).

During the same time on Saturday morning, Jannik Pfister (working in the project on the Transnationalisation of Rule and Resistance) will present a paper on „The production of (in)security in protest policing. Normal bureaucratic rule on a transnational level“
on the panel Security Professionals, Technocratization and the Politicsof (In)Security chaired by Andrew Neal, among presentations by Matthias Leese, Anthony Amicelle, Julien Jeandesboz, Dagmar Rychnovska, and Ozlem Kayhan Pusane (SA 38, Saturday, 9:00am, Polanyi 4149, Hilton).

Also in the same slot, our colleague Sebastian Schindler will present on „The Critique of Power Politics in the United Nations: Origins and Consequences“ (Panel SA 41: The Power Politics of International Organizations chaired by Gunther Hellmann, Saturday, 9:00am, Linosa, ATA Hotel, with further presentations by Joakim Ulstein, Ole Jacob Sending, and Steven Michael Ward).

And last but not least, later on Saturday both Felix Anderl and Priska Daphi from the project on Protest in the Alter-Globalisation Movement and our colleague Maik Fielitz will present on the panel Causes and Effects of Radicalization, chaired by Andreja Zevnik. Felix and Priska will talk about „Radiicalization and deradicalization in the Global Justice Movement: From external factors to internal dynamics“, and Maik’s paper is titled „Sparks of dissidence. Tipping points in resistance against technoindustrial projects in Europe“. The panel also includes presentations by Mona Lilja and Mikael Baaz as well as Selin Bengi Gumrukcu (SB35, Saturday, 11:15am, Affreschi, ATA Hotel).

Come meet us at the EISA conference! We are looking forward to enriching discussions.

Internationale Dissidenz auf dem DVPW-Kongress in Duisburg-Essen

Auf dem 26. wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft, der unter dem Titel „Vorsicht Sicherheit! Legitimationsprobleme der Ordnung von Freiheit“ vom 21.-25. September 2015 an der Universität Duisburg-Essen stattfindet, wird der Forschungzusammenhang „Internationale Dissidenz“ an verschiedenen Orten vertreten sein.

Christopher Daase, Leiter des Teilprojektes zu transnationalen Eskalationsmechanismen gewaltsamer Dissidenz, wird am Mittwoch, 23.9., von 9-10.30 Uhr das Plenum „Ordnung von Freiheit – Architekturen von Sicherheit“ moderieren, auf dem Ulrich Schneckener (Osnabrück) sowie Wolfgang Seibel (Konstanz) vortragen (Gebäude LX, Raum 1205/Audimax).

Christopher Daase chairt und diskutiert zusammen mit Antonia Witt außerdem das Panel „Internationale Sicherheitsorganisationen im Spannungsfeld zwischen Legitimierung und Delegitimierung“ (Mittwoch, 23.9., 14 – 16 Uhr im Gebäude LX, Raum 1205/Audimax).

Priska Daphi aus dem Teilprojekt zu Protest in der Alterglobalisierungsbewegung wird zudem am Donnerstag, 24.9., von 16-17.30 Uhr ein Panel chairen zum Thema „Zwischen Hetze und Hilfe. Politische Mobilisierung in der Flüchtlingspolitik“ (Gebäude LA, Raum 034/Aula). Dieses Panel findet im Rahmen des Arbeitskreises für soziale Bewegungen statt, der auch noch drei weitere Panels organisiert hat, und zwar zur „Praxis der Kritik und Politik der Sicherheit“, zu „Protest und Polizei in der Überwachungsgesellschaft“ und zu „Lokalen Protestbewegungen und internationale Politik“ (zusammen mit dem AK Soziologie der internationalen Beziehungen).

Wir freuen uns, Sie auf dem Kongress zu treffen und auf spannende Diskussionen bei dieser Gelegenheit!